Über mich

Das bringe ich mit 

Mein Weg zur Doula begann lange vor meiner Ausbildung. Er führte mich hinaus in die Welt, zu mir selbst und schließlich zu meinen eigenen Geburten. Diese Erfahrungen haben geprägt, wie ich Frauen heute begegne: offen, achtsam und ohne ihnen ihren Weg vorzugeben.

-> Einjährige Ausbildung zur Doula einschließlich Mütterpflege

-> Bachelorabschluss in Gesundheitswissenschaften

-> Praktikum bei einer Hebamme und im Kreißsaal

-> Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder

-> Berufliche Erfahrung in einer Schwangerenberatungsstelle

-> Eigene Erfahrungen aus zwei Schwangerschaften und Geburten

Mein Aufbruch

Schon nach meinem Schulabschluss spürte ich: Da draußen wartet etwas auf mich. Eine Sehnsucht danach, herauszufinden, wer ich bin und wohin ich gehöre. Zwei Jahre später folgte ich diesem inneren Ruf und ließ mein vertrautes Leben in München hinter mir: meinen Beruf, meine Freunde und meine Familie.

Ich flog allein hinaus in die große, weite Welt, mit nichts als mir selbst, meinem Mut und der leisen Hoffnung, dort zu finden, wonach ich suchte.

Mein Weg führte mich zunächst nach Neuseeland. Dort stand ich, Anfang zwanzig, in einem vollkommen neuen Leben: ohne festen Plan, aber mit einem Herzen voller Vertrauen, Mut und Hoffnung. Ich baute mir in einer fremden Sprache und einer neuen Kultur ein Leben auf.

Doch irgendwann meldete sich mein innerer Ruf erneut: „Du musst weiter.“

Und so ging ich nach Australien.

 

 

 

Im Herzen des Outback

Die wohl bewegendste Zeit meiner Reise erlebte ich im australischen Outback. Ich lebte mit meiner Gastfamilie mitten im Nirgendwo, umgeben von roter Erde, endlosen Ebenen, Kängurus und einem nächtlichen Himmel voller Sterne. 50 Kilometer trennten uns vom nächsten kleinen Dorf und 600 Kilometer von Brisbane. Eine Verbindung zur Außenwelt gab es kaum.

Dort, in der Stille und Weite, begann ich, mich selbst wirklich kennenzulernen. Ich lernte, was für mich wichtig ist, und erlebte ein tiefes Vertrauen: in die Natur, in das Leben, in andere Menschen und in mich selbst.

Diese Zeit war wunderschön und herausfordernd zugleich. Sie führte mich durch Zweifel und Einsamkeit und schenkte mir gerade dadurch Mut, Klarheit und eine innere Stärke, von der ich zuvor nichts wusste.

Im Outback fand ich meinen eigenen Raum – und die Verbindung zu mir selbst.

Zurück nach Hause

Nach zweieinhalb Jahren meldete sich mein innerer Ruf erneut. Es zog mich zurück nach Deutschland, zurück nach München. Doch das Ankommen war schwerer als das Aufbrechen. Die Weite, die Freiheit und die Stille meiner Reise ließen sich nicht einfach in mein altes Leben übertragen.

Ich suchte Halt, ohne mich festzubinden, suchte Verbindung, ohne mich zu verlieren.  Wieder stand ich an einer Weggabelung. In dieser Zeit besann ich mich auf das, was mir schon immer besonders wichtig war:

Da sein. Zuhören. Begleiten.

Aus meinem Interesse am Menschen und an Gesundheit in ihrem ganzheitlichen Sinn begann ich ein Studium der Gesundheitswissenschaften. Während ich noch dabei war, meinen eigenen Weg zu finden, eröffnete sich plötzlich ein ganz neuer: Ich wurde schwanger.

Meine Geburten

Mit 27 wurde ich Mutter. Die Schwangerschaft kam überraschend und stellte mich vor eine wichtige Frage: Was möchte ich wirklich?

Ich suchte nach Orientierung, Halt und Vertrauen und fand dabei wieder meinen eigenen Raum.

Ich entschied mich, meinen Sohn 2019 zu Hause zu gebären.
Ich spürte, dass dieser Weg für uns der richtige war, und wusste gleichzeitig, dass das Krankenhaus im Notfall nicht weit entfernt war. Die Geburt dauerte 27 Stunden. Sie war intensiv, herausfordernd und zugleich eine wunderschöne Erfahrung. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir meine Hebamme und das tiefe Vertrauen, das zwischen uns entstand. Ihre Präsenz, ihre Ruhe und die persönliche 1:1-Betreuung haben mich tief beeindruckt.

Vier Jahre später wurde meine Tochter geboren. Als es während der Geburt zu einem Stillstand kam, wurde mir bewusst, wie groß meine Angst vor dem neuen Leben als Mutter von zwei Kindern war. Also zog ich mich für einen Moment zurück, in meinen inneren Raum. Dort fand ich die Kraft, loszulassen: Kontrolle, Erwartungen und jedes Gefühl für Zeit. Als ich mich wieder auf das Geschehen einlassen konnte, ging auch die Geburt weiter. So kam meine Tochter 2023 im Geburtshaus zur Welt, voller Freude und nach einer Geburt, bei der die Stunden irgendwann keine Rolle mehr spielten.

Geburt ist zeitlos. Geburt ist grenzenlos. Geburt bist du. 

 

„Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, sondern auch die Mutter durch das Kind.“ Gertrud von Le Fort

Mein Erwachen und mein Weg zur Doula

All diese Erfahrungen, das Hören meiner inneren Stimme, die Weite, das Wiederankommen, meine Geburten und das Loslassen, haben mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin.

Zu einer Frau, die andere Frauen begleitet, ihnen zuhört und sie darin bestärkt, ihren eigenen Weg zu finden.
Denn vieles von dem, was du dafür brauchst, trägst du bereits in dir – in deinem eigenen Your Space.

In meiner Begleitung darfst du dich mit allem zeigen, was dich gerade bewegt. Mit deinen Wünschen und deiner Vorfreude, aber auch mit deinen Fragen, Zweifeln und Ängsten. Ich höre dir zu und halte einen Raum, in dem du ganz du selbst sein darfst.

Mein Wunsch ist es, dich darin zu bestärken, deinem eigenen Wissen zu vertrauen, deinen Körper wahrzunehmen und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der ersten Zeit mit deinem Baby. Denn ich glaube zutiefst: Geburt ist kein Moment, sie ist ein Werden.

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

Deine Doula Claudia

„A safe birth space is one where a woman feels free to follow her instincts.“

Ina May Gaskin (Amerikanische Hebamme)

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