Über mich

Der Aufbruch

Schon nach dem Schulabschluss spürte ich: Da draußen wartet etwas auf mich. Etwas, das mich ruft, eine Sehnsucht herauszufinden, wer ich bin und wohin ich gehöre.
Zwei Jahre später folgte ich diesem inneren Ruf und ließ alles hinter mir: Beruf, Freunde, Familie, das vertraute Leben in München.

Ich flog allein in die große, weite Welt, mit nichts als mir selbst, meinem Mut und der leisen Hoffnung, dort zu finden, was mich rief.
So führte mich mein Weg nach Neuseeland. Dort stand ich also, anfang zwanzig, in einem völlig neuen Leben, ohne Plan, aber mit einem Herzen voller Vertrauen, Mut und Hoffnung. Ich baute mir ein Leben auf, in einer anderen Sprache und einer neuen Kultur. Doch irgendwann meldete sich mein innerer Ruf wieder: „Du musst weiter.“
Und so ging ich nach Australien.

Im Herzen des Outback

Die wohl bewegendste Zeit meiner Reise erlebte ich im Outback von Australien. Ich lebte mit meiner Gastfamilie mitten im Nirgendwo, umgeben von roter Erde, endlosen Ebenen, Kängurus und einem nächtlichen Himmel voller Sterne. 50 Kilometer trennten uns vom nächsten kleinen Dorf, 600 Kilometer von Brisbane, keine Verbindung zur Außenwelt. Dort, in der Stille und Weite, begann ich, mich selbst wirklich kennenzulernen. Ich lernte, was wirklich wichtig ist und was nicht. Ich erlebte Vertrauen: in die Natur, in das Leben, in die Menschen und in mich selbst. Diese Zeit war schön und herausfordernd zugleich. Sie führte mich durch Zweifel und Einsamkeit und schenkte mir gerade dadurch Mut, Klarheit und eine innere Stärke, von der ich zuvor nichts wusste. Im Outback fand ich meinen Raum, die Verbindung zu mir selbst.

Zurück nach Hause

Nach zweieinhalb Jahren meldete sich mein innerer Ruf erneut. Es zog mich zurück nach Deutschland, zurück nach München. Doch das Ankommen war schwerer als das Aufbrechen. Die Weite, die Freiheit, die Stille ließen sich nur schwer in das alte Leben integrieren. Ich suchte Halt, ohne mich festzubinden, suchte Verbindung, ohne mich zu verlieren.  Wieder stand ich an einer Weggabelung. Also tat ich das, was ich schon immer konnte:  Da sein. Zuhören. Begleiten.

Ich begann ein Studium der Gesundheitswissenschaften, aus Interesse am Menschen und an Gesundheit in ihrem ganzheitlichen Sinn. Und während ich noch nach meinem Weg suchte, zeigte sich plötzlich ein neuer: Ich wurde schwanger!

Meine Geburten

Mit 27 wurde ich Mutter. Die Schwangerschaft kam überraschend und stellte mich vor die Frage: Was möchte ich wirklich? Ich suchte nach Orientierung, Halt und Vertrauen. Und ich fand wieder meinen Raum.

Ich entschied mich, meinen Sohn 2019 zu Hause zu gebären.
Ich spürte, dass dieser Weg für uns der Richtige war. Ich wusste, dass im Notfall das Krankenhaus nah war. Doch in meinem Herzen, in meinem Raum, war Gewissheit:       Alles ist gut.

Die Geburt war einzigartig, herausfordernd und wunderschön zugleich. Doch war sie nach 27 h eine wundervolle Erfahrung. Und ich erinnere mich an meine Hebamme, an die tiefe Nähe und das Vertrauen, die 1:1 Betreuung und das, dass zwischen uns entstanden war. Ihre Präsenz, ihre Ruhe und ihre Stärke haben mich zutiefst beeindruckt.

Vier Jahre später gebar ich meine Tochter. Als es zu einem Geburtsstillstand kam, spürte ich, dass ich noch nicht bereit war Mutter von zwei Kindern zu sein. Ich hatte Angst vor dem, was kam. Also zog ich mich zurück, in meinen Raum. Dort fand ich die Kraft, loszulassen: Kontrolle, Erwartungen, Zeit. Und in dem Moment, in dem ich mich dem Fluss der Geschehnisse hingab, konnte die Geburt weitergehen. So gebar ich meine Tochter 2023 im Geburtshaus voller Freude nach, keine Ahnung wie vielen Stunden. 

Geburt ist zeitlos. Geburt ist grenzenlos. Geburt bist du. 

„Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, sondern auch die Mutter durch das Kind.“ Gertrud von Le Fort

Mein Erwachen und mein Weg zur Doula

All diese Erfahrungen, das Hören meiner inneren Stimme, die Weite, das Wiederankommen, die Geburten, das Loslassen. Sie haben mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin.

Eine Frau, die andere Frauen begleitet, stärkt und erinnert:
Alles, was du brauchst, liegt in dir, in your space.

Ich sehe dich.
Ich höre dich.
Ich halte den Raum, in dem du du selbst sein darfst mit allem, was dich ausmacht.

Mein Wunsch ist es, dich zu ermutigen, deinem eigenen inneren Wissen zu folgen, deinen Körper zu ehren, deiner Intuition zu vertrauen. In jeder Phase deines Weges, in jeder Welle der Geburt, in jedem Atemzug des Lebens. Denn ich glaube zutiefst:
Geburt ist kein Moment, sie ist ein Werden.

Ich bin da.
Deine Doula, Claudia

„A safe birth space is one where a woman feels free to follow her instincts.“

Ina May Gaskin (Amerikanische Hebamme)

Erzähl mir ein bisschen von dir und ich melde mich bei dir zurück.

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